Warum furzt mein Hund?

Warum furzt mein Hund?

31/03/2019

Manche Hunde neigen zu Flatulenzen und die riechen, offen gesagt, nicht gerade nach Rosen. Manchmal mag uns das zum Kichern bringen, jedoch ist es wichtig, im Auge zu behalten, warum ein Hund plötzlich mehr Winde ablässt. Warum furzt ein Hund, und was können wir dagegen tun? 

Warum furzt mein Hund?

Ein Furz ist nichts weiter als Gas, das bei Verdauungsprozessen im Darm entsteht und schließlich aus dem Körper austritt. Wie wir alle wissen, passiert das bei Menschen, aber auch unsere Hunde können betroffen sein. Wir bemerken oft nicht einmal, wenn ein Hund dies tut, weil dieses Gas in der Regel nach nichts riecht, doch gelegentlich kann ein Hund plötzlich (und merkbar) häufiger und stinkiger furzen. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben, also ist es wichtig herauszufinden, warum Dein Hund plötzlich so viel pupst. 

1. Schlechte Ernährung

Bei einer gesunden, ausgewogenen Ernährung sollte ein Hund nicht wirklich viel furzen. Doch Futter mit einem niedrigeren Nährwert und "Füllstoffen" (wie beispielsweise Getreide) ist für Deinen Hund schwieriger zu verdauen. Dies kann zu zusätzlicher Gasbildung führen, was wiederum stinkende Darmwinde verursacht. Achte daher darauf, dass Dein Hund eine gesunde, ausgewogene Ernährung bekommt. Das kann hochwertiges (Bio-)Trockenfutter, aber auch frisches rohes Fleisch sein. Nassfutter aus der Dose enthält häufig viele Zusatzstoffe und einen niedrigeren Nährwert, und sollte mit wenigen Ausnahmen gemieden werden.

Nicht alle Hunde mögen rohes Fleisch und nicht jeder Hund kann es gut verdauen, während andere Hunde ganz verrückt danach sind. Jeder Hund ist anders, also solltest Du Dir die Zeit nehmen um herauszufinden, welches Futter zu Deinem Hund passt.

Des Weiteren kann ein Hund Flatulenzen entwickeln durch Essbares, das er während eines Spaziergangs gefunden hat, oder aber im Mülleimer, oder wenn er Reste vom Tisch bekommen hat, die sich nicht für Hunde eignen. Essen, das für Menschen bestimmt ist, ist für Hunde häufig zu fettig, zu salzig, oder enthält zu viel Zucker, Stärke oder Getreide für Hunde. Achte also auf die Ernährung Deines Hundes, und halte ungesundes Menschenessen außer Reichweite.

2. Änderung der Ernährung

Eine plötzliche Ernährungsumstellung kann ebenfalls Blähungen verursachen. Wenn Du Deinem Hund neues Futter geben möchtest, sorge immer für einen langsamen Übergang: mische zuerst ein wenig neues Futter mit dem alten und erhöhe den Anteil allmählich.

3. Nahrungsmittelunverträglichkeit

Manche Hunde sind allergisch oder haben eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Arten von Proteinen (wie beispielsweise Huhn-, Getreide- oder Milchproteinen). Diese Lebensmittel können das Verdauungssystem Deines Hundes angreifen, was zu Krämpfen und Flatulenzen führt. Häufig geht so eine Unverträglichkeit mit anderen Beschwerden einher, wie beispielsweise Juckreiz oder Hautentzündungen. Dein Tierarzt kann eine Unverträglichkeit durch Tests oder eine Ausschlussdiät diagnostizieren.

4. Zu schnell fressen

Ist Dein Hund auch quasi ein Staubsauger auf vier Beinen? Dann kann es passieren, dass er beim schnellen Fressen auch Luft mit herunterschluckt, was zu Blähungen und geruchsintensiven Winden führen kann. Ein Antischlingnapf kann dabei helfen, oder aber Du kannst Deinem Hund mehrere kleinere Portionen über den Tag verteilt füttern. Auch Handfütterung und Fütterung über Schnüffelspiele können Abhilfe schaffen. Sorge ebenfalls dafür, dass Dein Hund in einer ruhigen Umgebung fressen kann, ohne dass andere Hunde stören können: so verhinderst Du ein Wettfressen, das womöglich noch dem einen ermöglicht, dem anderen das Futter zu klauen.

5. Alter und Krankheit

Wenn Dein Hund häufig stinkende Pupse lässt, kann dies auch auf gesundheitliche Probleme hindeuten, wie beispielsweise eine Infektion oder Darmparasiten. Ältere Hunde haben häufiger Probleme mit der Verdauung, weshalb sie häufiger Blähungen haben. Wenn Du eine Veränderung bemerkst, wie beispielsweise häufigere oder übelriechendere Fürze als sonst, solltest Du einen Tierarzt zu Rate ziehen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist dabei auch die Stuhlgangsroutine des Hundes. Ein gesunder Hund sollte täglich ein großes Geschäft verrichten, und der Stuhlgang sollte fest genug sein, dass Du ihn in einem Kacktütchen aufheben kannst. Hat sich der Stuhlgang Deines Hundes in letzter Zeit verändert, und riecht stärker oder ist weicher als vorher? Dann ist vielleicht etwas im Argen. Wenngleich die meisten Hundebesitzer wohl nicht begeistert bei der Sache sind, wenn es um die Analyse von Hundehäufchen geht, ist es ein wichtiger Gesundheitsindikator. Hier kannst Du mehr über Hundekot lesen.

Bonus-Tipp: Bewegung für Deinen Hund

Mit der allgemeinen Gesundheit verbessert sich auch die Verdauung Deines Hundes, und ausreichend Bewegung kann Flatulenzen und Krämpfen vorbeugen. Hast Du nicht immer genug Zeit, mit Deinem Hund zu spielen oder spazieren zu gehen? Dann buche einen freundlichen Gassigeher bei Pawshake.