Hunde-Etikette: 7 Tipps für einen entspannten Spaziergang

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Als Hundesitter bei Pawshake hast Du natürlich eine Vorbild-Funktion. Wenn Du Deine Dienste als Hundespaziergänger anbietest oder Deinen Hund, der zur Urlaubsbetreuung da ist, ausführst, ist es kein überflüssiger Luxus, die Umgangsformen in Hundeauslaufgebieten wie Parks und Grünstreifen gut zu kennen. Dort begegnet man häufig sehr vielen Hunden - und Besitzern! Das kann anregend und entspannt sein, wenn alle Rücksicht aufeinander nehmen. Aber auch in ländlichen Gebieten, wo man weniger Menschen und Hunden begegnet, ist es schön, wenn gerade Hundefreunde untereinander  rücksichtsvoll handeln. Damit sowohl der Hund als auch der Hundesitter einen schönen Spaziergang erleben, sollten die ungeschriebenen Regeln befolgt werden.

1)      Lass angeleinte Hunde in Ruhe

Das gilt sowohl für Dich, als auch für den Hund. Der Hund ist vielleicht mit gutem Grund angeleint – das kannst Du als Außenstehender nicht wissen. Vielleicht ist er krank, hat er Angst, versteht er sich nicht gut mit Artgenossen, ist er im Training oder vielleicht handelt es sich um eine läufige Hündin. Auch bei Hunden, die sich sonst gut mit anderen Hunden verstehen, kann es an der Leine zu unschönen Vorfällen bei Begegnungen mit anderen Hunden kommen, denn an der Leine können die Beteiligten nicht ausweichen. Das macht sie nervös und so wird Zoff wahrscheinlicher.

Übrigens gibt es die Kampagne „gelber Hund“: empfindliche Hunde tragen eine gelbe Schleife an Leine, Halsband etc. Damit wird angedeutet, dass diese Hunde besonders viel Freiraum brauchen. Siehe unter http://www.gulahund.de/

2)      Lass es die Hunde nicht „unter sich ausmachen“

Bei diesem „Motto“ handelt es sich um eine veraltete Methode im Umgang mit Hunden. Eine Begegnung mit angespannter Atmosphäre kann unter Umständen böse ausgehen und sollte vermieden werden. Wenn so eine Situation doch zustande kommt, sollte sie freundlich unterbrochen werden, indem man beide Hunde wegruft oder lockt – nicht an der Leine ziehen, denn die zusätzliche Spannung der Leine kann dann gerade zur Eskalation führen. Sei auch dann vorsichtig, wenn Dein (Gast-)Hund „ja nichts tut“. Das mag sein, aber Du kennst den anderen Hund ja nicht.

3)      Sorge dafür, dass Dein Hund andere nicht belästigt

Auch wenn er nur spielen möchte, ist es für Fahrradfahrer, Jogger oder Reiter lästig oder gar beängstigend, wenn ein fremder Hund hinter ihnen her rennt.  Gerade in Parks möchten sich Mensch und Tier schließlich entspannen. Ein Hund, der keinen zuverlässigen Rückruf hat, sollte in solchen Situationen an der Leine bleiben.

4)      Spielen ist schön, aber …

Wenn gespielt wird und sich einer der beiden Hunde - ob nun Deiner oder sein Gegenüber - sich dabei sichtlich unwohl fühlt, Angst bekommt oder anfängt, sich zu verteidigen, muss eingegriffen werden.

5)      Räum Hundekot auf

Kacktütchen allzeit bereit! Das ist zwar manchmal unschön und stinkig, aber trotzdem sollte es aus Respekt vor anderen selbstverständlich sein. Auch dort, wo es es nicht „verpflichtend“ ist. Auch man selbst und der eigene (Gast-)Hund hat übrigens auch etwas davon: es müfft im Sommer nicht so, und Hunde mögen nicht genau dort ihr Häufchen setzen, wo auch ein anderer Hund hingemacht hat. Wenn alle Häufchen aufgesammelt werden, ist das kein Problem. Für diejenigen, die einen biologisch abbaubaren Hundehaufen nicht in einer Plastiktüte für die Ewigkeit konservieren möchten, gibt es übrigens auch biologisch abbaubare Kacktütchen.

6)      Respektiert einander

Jeder Hund ist anders. Jeder Mensch ist anders. Nehmt Rücksicht aufeinander, sei freundlich zueinander, und beachte die Körpersprache von anderen Hunden. Du kennst Dich nicht so gut mit Hundesprache aus? Es gibt ganz tolle Bücher und DVDs zu diesem Thema, zum Beispiel „Calming Signals – Die Beschwichtigungssignale der Hunde“ von Turid Rugaas oder „Das Kleingedruckte in der Hundesprache“ von Dr. Ute Blaschke-Berthold.

7)      Achte gut auf Deinen Hund und genießt die gemeinsame Zeit

Zum Schluss: Genießen! Wenn Du bewusst mit Deinem (Gast-)Hund Spazieren gehst, hast Du viel mehr davon. Miteinander rennen, spielen und toben verstärkt die Beziehung zu Deinem vierbeinigen Freund. Die ganze Zeit Musik zu hören, zu telefonieren oder Textnachrichten zu schreiben tut das nicht. Achte gut auf Deinen Hund, damit Du auf unerwartete Begegnungen angemessen und ruhig reagieren kannst. Außerdem bekommst Du so auch mit, wann Du das Kacktütchen herauskramen musst …

Viel Spaß!