Hunde einander vorstellen

Hunde einander vorstellen

Hunde einander vorstellen

09/04/2018

Beobachte die Körpersprache der Hunde: So lässt du Hunde sich sicher kennenlernen

Jeder, der mit einem Hund spazieren geht weiß, wie aufregend es sein kann, einen anderen Hund zu treffen. Dann ist es besonders wichtig, auf die Körpersprache der Hunde zu achten und dafür zu sorgen, dass das Treffen freundlich verläuft. Auch wenn du Hundesitten anbietest und einen neuen Hund zu Deinem "Rudel" hinzufügen möchtest, ist es wichtig, dass das erste Treffen gut läuft. Aber wie machst du das? Wie stellst du Hunde sich gegenseitig sicher und freundlich vor?

Für deinen Hund kann es sehr nett sein, einen Gefährten kennenzulernen. Aber solch eine neue Begegnung kann auch recht kompliziert sein. Und jeder Besitzer hat dazu noch seine eigenen Überzeugungen: "Lass sie machen, die machen das schon unter sich aus" oder: "Er macht nichts, er will nur spielen!". Aber was ist wirklich klug, wenn du möchtest, dass Hunde sich sicher kennenlernen? Mit diesen 5 Tipps sorgst du für eine sichere und positive Begegnung zwischen zwei Hunden:

1) Angeleint oder nicht?

Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob man Hunde an der Leine lassen sollte oder nicht. Ja, es stimmt, dass sich freilaufende Hunde freier fühlen. Sie können das Tempo und die Art der Annäherung selbst bestimmen. Deshalb sieht man meist, dass Begegnungen in einem Freilaufgebiet oft reibungslos verlaufen. 

Dennoch kann es einen guten Grund geben, seinen Hund anzuleinen. In jedem Fall solltest du deinen Hund an die Leine nehmen, wenn du auf einen anderen angeleinten Hund triffst. Probleme entstehen oft, wenn ein Hund in eine Enge - oder ihm unangenehme Situation getrieben wird und der andere nicht. Darüber hinaus kann es sein, dass der andere Hund verletzt oder ängstlich ist oder ohne Leine schnell wegläuft und sich dabei verletzen kann. Ist dein Hund an der Leine? Dann gib ihm ein Maximum an Raum und lass die Leine locker hängen. Lass die Hunde selbst die Initiative ergreifen, wenn sie das möchten, um sich zu treffen, nicht du als Mensch.

2) Raum, Raum, Raum

Hunde, die sich das erste Mal treffen, wollen zuerst einmal beobachten was da auf sie zukommt. Wenn wir Menschen jemanden kennenlernen, gehen wir direkt aufeinander zu und schauen uns die andere Person an. Hunde machen das anders. Sie wollen nicht bedrohlich sein und gehen daher zuerst gerne einen Umweg aufeinander zu. 

Bevor sich Hunde überhaupt anschnüffeln, sehen sie sich sehr genau an. Sie möchten, dass da Raum ist, um auch wieder weggehen zu können, wenn es nicht passt. Also gib den Hunden genug Fluchtmöglichkeiten und lasse sie in ihrem eigenen Tempo sich gegenseitig annähern, oder eben auch nicht.

3) Beobachte die Körpersprache

Beobachten sich die Hunde? Dann werden sie sich gegenseitig wissen lassen, ob sie für einen Kontakt offen sind. Achte immer auf die subtilen Signale, die Hunde geben. Wo es den Anschein hat, dass Hunde desinteressiert sind, kann es sein, dass sie rein durch Körpersprache tatsächlich "Gespräche" mit dem anderen Hund führen. Beobachte deinen eigenen Hund in jeder Situation, dann wirst du die Körpersprache deines Hundes verstehen lernen.

Achte auch auf deine eigene Haltung und Körpersprache: Sobald du einen anderen Hund kommen siehst, rede positiv über diesen anderen Hund. Auf diese Weise bringst du eine entspannte und positive Emotion in den Raum. Siehst du schon von weitem, dass ein anderer Hund (oder dein eigener Hund) nicht von einem Treffen begeistert sein wird? Dann vermeide die Konfrontation und gehe einfach in die andere Richtung.

Beachte die Körpersprache der Hunde:

Positive Signale - lass die Hunde einfach machen:

  • Wegschauen: "Ich habe nichts Böses im Sinn!"
  • Ruhig im Kreis herumlaufen
  • Zuerst einmal von hinten beschnüffeln
  • Eine entspannte Rute, Rute in mittlerer Höhe
  • Schultern entspannt, Rückhand hoch: 'Ich will mit dir spielen!'
  • Die Hunde respektieren sich gegenseitig und geben einander Raum.

Stress-Signale, pass auf:

  • Stehenbleiben und steif werden, die Rute gerade hoch
  • Knurren, Zähne zeigen
  • Nackenhaare sträuben
  • Schwanz zwischen den Beinen, ängstlich, winseln
  • Ein Hund ignoriert die Korrekturen des anderen Hundes und fährt fort, wo der andere nicht will. Greif hier ein.

Zwei Hunde begegnen sichBlijf tijdens de ontmoeting goed op de lichaamstaal van de honden letten

4) Eingreifen: ruhig und bestimmt

Bemerkst du, dass dein Hund ein Signal abgibt, dass es ihm zuviel wird oder ihn stresst? Dann greife ein. Tu das, indem du dich von den anderen Hunden entfernst, deinem Hund entschlossen sagst "komm!" und weggehst. Belohne natürlich deinen Hund dafür, wenn er dir genau zuhört.

Versuch im Falle eines weniger angenehmen Treffens immer ruhig zu bleiben. Geschimpfe und Geschrei erregen nur Aggression und Aufregung. Drücke oder ziehe den Hund nicht, sondern versuche, deinen Hund ruhig mit deiner Stimme abzulenken. Stelle sicher, dass du einen leckeren Snack dabei hast, mit dem du die Aufmerksamkeit deines Hundes auf dich lenken kannst. Das hilft zumeist sehr. 

5) Respekt für einander

Vielleicht hast du einen sehr enthusiastischen Hund, der immer spielen will. Doch jeder Hund ist eben anders. Manche Hunde haben Angst durch ein Trauma, andere Hunde können verletzt sein, trainieren gerade oder haben einen anderen Grund, der verhindert, dass sie mit anderen Hunden momentan in Kontakt kommen können. Schau dir nicht nur die Körpersprache des Hundes genau an, sondern sieh dir auch die seines Besitzers genau an ;-) Denn der kennt seinen Hund am besten und weiß, was gut für ihn ist. Nehmt Rücksicht aufeinander und informiere dich noch mehr über Hunde-Verhalten und ihre Körpersprache.

Einen neuen Hund deinem Rudel vorstellen

Bietest du Hundesitten für mehrere Hunde an? Machst du oft Tagesbetreuung für Hunde? Oder hast du vielleicht schon einen Hund und willst noch einen anderen Hund als Hundesitter betreuen? Wichtig ist, sicherzustellen, dass das erste Treffen mit dem neuen Hund immer auf neutralem Boden stattfindet und ihr euch draußen trefft. Zusammen ein Stück zu gehen ist eine sichere und nicht-aggressive Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen. Jeder Hund liebt es zu gehen, und indem du das zusammen mit einem anderen Hund tust, bringst du sofort eine positive Atmosphäre in das Rudel. Gemeinsam zu gehen schafft Verbrüderung!

Willst du mehrere Hunde gleichzeitig spazieren führen? Fang langsam und ruhig an und nicht gleich mit einem großen Rudel. Mit mehreren Hunden gassi zu gehen ist nicht einfach und erfordert viel Übung. Viele Besitzer suchen nach einen persönlichen Gassi-Service, weil sie eben eine kleine Gruppe oder einen Einzelplatz für ihren Hund suchen. Möchtest du jedoch immer noch mit mehreren Hunden spazieren gehen? Dann ist unser Tipp dies nach und nach langsam anzugehen und erst mit der Zeit und mit mehr Erfahrung mit mehreren Hunden gleichzeitig gassi zu gehen.

Wir wünschen dir einen schönen Spaziergang!