Entlaufenes Haustier | Prävention und Sicherheit

Author picture Angelika  - aktualisiert: 20/11/2023

Warum laufen Haustiere weg?

Haustiere können weglaufen, weil sie Angst haben oder sich langweilen, an einem unbekannten Ort sind oder weil sie an Trennungsangst leiden. Das kann besonders ein Problem sein, wenn mit Feuerwerk lautstark das neue Jahr eingeläutet wird. Außerdem kann es bei besonders lebhaften Hunden und Welpen vorkommen, dass sie aufgrund ihrer Energie und Neugier ausbrechen. In jedem Fall ist es wichtig herauszufinden, warum Dein Haustier ausbricht, denn so kann das Problem von vornherein vermieden werden.

  

Ein verängstigtes Haustier kann erstaunliche Fertigkeiten an den Tag legen, wenn es ums Ausbrechen geht. Schließlich will es so schnell wie möglich weg, und kann dabei schon einmal die Grenzen der Sicherheitsmaßnahmen in Deinem Haushalt austesten. Und leider besteht bei einem entlaufenen Haustier die Gefahr, dass es von einem Auto angefahren oder von einem anderen Tier verletzt wird. Im besten Fall wird Dein Haustier aufgegriffen und ins Tierheim gebracht, wo Du es wieder abholen kannst. 

Zum Glück kannst Du mit einer vorausschauenden Planung die Gefahr, dass Dein Haustier entwischt, deutlich verringern. Beginne mit einem Sicherheitscheck rund um Dein Zuhause und gehe dabei die folgende Liste von Fluchtmethoden durch. 

Wie entwischen Haustiere aus ihrem Zuhause?

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Haustiere von zu Hause weglaufen können, wobei einige Wege überraschender sind als andere. Hier sind nur einige der Möglichkeiten, wie ein Haustier ausbrechen kann, auf die Du achten solltest:

  • Fenster - Haustiere können Fliegengitter oder sogar Glas durchbrechen, wenn sie genug Angst haben 
  • Vom Balkon springen oder klettern
  • Tore aufbrechen oder durchknabbern
  • Unter dem Zaun durchgraben
  • Schwachstellen in Zäunen und Mauern ausnutzen
  • Entwischen, während die Vorder- oder Hintertür offen ist
  • Beim Abholen oder Absetzen aus einer offenen Autotür entwischen
  • Nicht verriegelte Türen öffnen
  • Über Zäune springen oder klettern

Wie verhindere ich, dass mein Haustier ausbricht?

Wenn Dein Haustier schon einmal weggelaufen ist, solltest Du den Fluchtweg reparieren oder umgestalten, damit das nicht noch einmal passieren kann. Dazu kann es gehören, dass Du unter einem Zaun Maschendraht anbringst, damit ein Graben unmöglich wird. Vielleicht musst Du auch Tore ersetzen oder Möbel weiter von Zäunen entfernt aufstellen, damit das Tier sie nicht als Sprungbrett benutzen kann. Und ganz wichtig: Wenn Du Tiersitter*in bist und Deine Zäune nicht mindestens 1,5 bis 1,8 Meter hoch und sehr sicher sind, solltest Du keine Hunde unbeaufsichtigt in Deinem Garten unterbringen. Du könntest sogar in Erwägung ziehen, Deinen Zaun schräg nach innen zu erhöhen, um ein Entkommen weniger wahrscheinlich zu machen. 

Cat escaping over fence

Wenn Du Katzenbesitzer*in oder Katzensitter*in bist, empfehlen wir, Katzen im Haus zu behalten, oder in einem gesicherten Außengehege. So kannst Du Wildtiere schützen und verhindern, dass Deine Katze wegläuft. 

Sorge dafür, dass Dein Haustier einen gemütlichen, sicheren Ort hat, an dem es sich sicher fühlt. Das kann zum Beispiel eine Box, ein Gästezimmer oder ein Laufgitter sein. Wenn die Angst Deines Tieres dazu führt, dass es häufig ausbricht, sprich mit Deinem Tierarzt. Er empfiehlt Dir vielleicht ein Medikament gegen Angstzustände. Oder wende Dich einen einen Verhaltensexperten, der Dir hilft, mit Deinem Haustier gegen Trennungsangst zu trainieren.

Ist mein Haustier wirklich weggelaufen?

Manchmal ist ein Haustier nicht wirklich ausgebrochen, sondern versteckt sich stattdessen unter dem Bett oder in einem Schrank. Das ist besonders bei ängstlichen Katzen der Fall, wenn sie von einem Tiersitter betreut werden. 

Deshalb solltest Du nicht in Panik geraten, wenn Du eine Katze nicht sofort findest. Durchsuche erst einmal alle Schränke, Schubladen, unter den Möbeln und andere versteckte Ecken im Haus. 

Andere Maßnahmen, um Dein Haustier am Weglaufen zu hindern

Dein Haustier chippen und registrieren zu lassen, ist wichtig, um es zu schützen. Auf diese Weise ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass Dein Haustier wieder mit Dir vereint wird, wenn es gefunden wird. Außerdem kann die Kastration Deines Tieres unter Umständen verhindern, dass es ausbricht, da intakte Tiere eher dazu neigen, auf eigene Faust auf Erkundungstour zu gehen.

Dog in cosy bed

Haustiere, deren mentale, soziale und körperliche Bedürfnisse erfüllt sind, fühlen sich seltener ängstlich oder gelangweilt. Deshalb solltest Du die folgenden Strategien ausprobieren:

  • Tägliche Spaziergänge: Lass Deinen Hund ausgiebig schnüffeln und neue Routen erkunden.
  • Trick- und Gehorsamkeitstraining: Damit wird Dein Hund sowohl mental als auch körperlich ausgelastet.
  • Hindernisparcours und Nasenarbeit: Verstecke ein Leckerli in Deinem Garten oder Haus und stelle die Nase Deines Hundes auf die Probe.
  • Jagdspiele und Apportieren: Sowohl Hunde als auch Katzen haben Spaß am Spielen. 
  • Futterpuzzle und Antischlingnäpfe: Sie haben den zusätzlichen Vorteil, dass Dein Haustier langsamer frisst und dabei seine Geschicklichkeit beim Problemlösen gefördert wird.
  • Bereicherung der Umgebung: Tausche das Spielzeug Deines Tieres von Zeit zu Zeit aus und gib ihm viele Dinge zum Kauen und Schnüffeln.

Und schließlich kann ein*e Tiersitter*in einspringen und Deinem Tier etwas Bewegung und Spiel ermöglichen und Trennungsangst vermeiden. Besuche Pawshake noch heute, um Dich mit netten Tiersitter*innen in Deiner Nähe in Verbindung zu setzen.

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