Den lieben langen Tag

Den lieben langen Tag

27/01/2015

Vor der Anschaffung eines Hundes macht man sich natürlich (hoffentlich!) Gedanken, was das neue Familienmitglied macht, während man selbst zur Arbeit geht. Dass Herrchen und/oder Frauchen arbeiten gehen, ist schließlich auch im Interesse des Hundes, denn die Mittel für Futter, Tierarzt und Spielzeug müssen ja irgendwo herkommen. Bei manchen ist ein Familienmitglied zu Hause, andere Herrchen oder Frauchen arbeiten (teilweise) von zu Hause aus, sodass Bello nicht allzu lange alleine ist. Andere entscheiden sich bewusst dafür, ihren Hund tagsüber alleine zu lassen – ein polarisierendes Thema unter Hundebesitzern. Was aber, wenn sich die Situation ändert? Es ist plötzlich keiner mehr zu Hause, oder der Hund wird alt und kann keinen ganzen Tag mehr einhalten, oder er entwickelt Trennungsangst. Was nun? Hier findet ihr zwei Lösungsansätze für solche Fälle.

Tagesbetreuung

Bei dieser Lösung wird der Hund morgens zur Betreuung gebracht und abends wieder abgeholt. Dies bietet sich zum Beispiel an für Hunde, die nicht gut alleine bleiben können oder viel Aufmerksamkeit brauchen. In letzter Zeit sprießen Hundetagesstätten wie Pilze aus dem Boden. Dort können die Hunde in unterschiedlich großen Grüppchen tagsüber spielen, ruhen oder werden vom Personal bespaßt. Für manche Hunde ist diese Lösung einfach toll, aber leider nicht für alle. Alte Hunde, schüchterne Hunde, oder sehr dominante Hunde haben mitunter Probleme mit der Unterbringung in Gruppen. Manche werden durch das geschäftige Treiben dort übermäßig stimuliert und werden nervös. In solchen Fällen kann ein privater Tiersitter die ideale Lösung bieten. Dort sind nur wenige Hunde oder vielleicht sogar nur der Betreuungshund selbst vorhanden, und er oder sie kann den Alltag des Tiersitters miterleben und die Aufmerksamkeit erhalten, die seine oder ihre jeweilige Persönlichkeit erfordert. Für den Besitzer kann ein Pawshake-Tiersitter unter Umständen praktischer sein, wenn er näher oder besser erreichbar ist als die nächstgelegene HuTa.

Gassi-Dienste

Bei einem Gassi-Dienst wird der Hund mittags zu Hause abgeholt, um mit dem Hundespaziergänger Gassi zu gehen. Diese Lösung ist interessant für Hunde, die recht gut alleine bleiben können, aber viel Bewegung brauchen, oder für Hunde, die nicht den ganzen Tag einhalten können. Auch hier gibt es professionelle Gassi-Dienste, aber genau wie Hundetagesstätten, passen auch diese nicht zu jedem Hund. Professionelle Dog-Walker gehen oft mit vielen Hunden gleichzeitig, damit es sich rentiert, und haben meist eine bestimmte Strecke, die sie gehen. Für Hunde, die - aus welchem Grund auch immer - nicht gut mit anderen Hunden zurechtkommen, oder denen die Standardstrecke entweder zu lang oder zu kurz ist, kann ein Pawshaker genau richtig sein. Mit etwas Glück findet sich sogar jemand, der während der Spaziergänge mit dem Hund übt - auch das ist schwierig, wenn man mit mehreren Hunden gleichzeitig unterwegs ist.

Letzten Endes findet sich bestimmt für jeden die richtige Lösung. Meine eigenen beiden Hunde bleiben wenig alleine, da ich von zu Hause aus arbeite. Ab und an leisten uns Tagesbetreuungsgäste Gesellschaft, die sich gut mit meinen beiden verstehen. Dann wird hier viel gespielt, aber auch viel gedöst. Einfach nur schön!

Wie haltet ihr es mit euren Hunden?

Quelle Foto 1 - Quelle Foto 2